Alle Etappen

NRW-Biogas-Tour_Ablaufplan1.pdf

FInale in Metelen, 1.5.2010

Metelen

Auf dem Hof von Land- und Energiewirt Heiner Konert endete am Samstagnachmittag die fünftägige Biogas-Tour des Fachverbandes Biogas e.V. durch Nordrhein-Westfalen. Zu dieser Veranstaltung kamen zahlreiche Besucher bei bestem Frühlingswetter. Die Veranstaltung auf dem Hof war ein idealer Rahmen, um über den multifunktionalen Energieträger Biogas zu informieren.

Ziel der Biogas-Tour war, neben dem Dialog mit der Politik, das Bewusstsein in der Bevölkerung für Biogas als umweltfreundliche, erneuerbare und einheimische Energiequelle zu stärken. „Dies ist uns in der zurückliegenden Woche hervorragend gelungen“, freut sich Dr. Claudius da Costa Gomez, Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas, über den Erfolg der Biogas-Tour. Dabei konnte der Fachverband zeigen, dass die Biogasnutzung einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren Energieversorgung leistet und gleichzeitig die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum stärkt.

Der Fachverband hat mit seinem knallgelben Velomobil fünf innovative Biogasanlagen besichtigt, die beispielhaft sind für eine effiziente und nachhaltige Energieerzeugung der Zukunft. Außerdem diskutierten die Verbandsvertreter an zwei Abenden und während der Besuche auf den Biogasanlagen mit Bundes-, Länder- und Kommunalpolitikern über die weiteren Möglichkeiten des Biogasausbaus in Nordrhein-Westfalen.

„Ein Höhepunkt der Tour war der Startschuss für unser Projekt ‚Farbe im Feld‘ (FiF). Dabei unterstützen wir unsere Mitglieder bei der Anlage von Blühstreifen auf Energiepflanzenfeldern. Durch diese Maßnahme wird für Insekten, Vögel und andere Wildtiere ein ökologisch wertvoller Lebensraum geschaffen“, betont da Costa Gomez.

Sunderhook: Energie für Bio-Molkerei, 30.4.2010

sunder

Nach dem Start zur Blühstreifen-Aktion „Farbe ins Feld“ fuhr das gelbe Velomobil nach Gronau zur Biogasanlage Sunderhook.

Am Etappen-Ziel wurden die Teilnehmer der Biogas-Tour von den Betreibern der Biogasanlage - Bioenergie Sunderhook GmbH & Co. KG - empfangen. In Zusammenarbeit mit der Firma PlanET Biogastechnik GmbH wurde die Anlage im Dezember 2006 in Betrieb genommen. Highlight der Biogasanlage ist der Anschluss an ein Mikrogasnetz, welches das Biogas direkt zur Biomolkerei SÖBBEKE leitet. Hier wird der Strom über ein BHKW mit 536 kWel ins Netz gespeist und die Wärme für den Produktionsprozess (u.a. Flaschenwäsche der Pfandflaschen) genutzt. Das hoch effiziente Biogaskonzept wird von Seiten des Biounternehmens auch als Nachhaltigkeits-Maßnahme iauf der Unternehmenswebsite beworben.

Blühstreifen: NRW zahlt attraktive Fördergelder

kronau

Gronau, 30. April 2010   Am 30.04.2010 fiel der Startschuss für die erste Blühstreifen-Aussaat des Fachverbandes Biogas e.V. Dies war der zweite Höhepunkt der Biogas-Tour 2010 durch Nordrhein-Westfalen. Der Anbau von Energiepflanzen, vor allem von Mais, auf landwirtschaftlichen Nutzflächen steht zunehmend in der Kritik. Diskutiert wird aktuell der Verlust an biologischer Vielfalt, mit der sich Landwirtschaft und Biogasbranche verstärkt auseinandersetzen müssen.

Für die Produktion von Biogas werden die Anlagenbetreiber in den kommenden Jahren jedoch nicht auf den Anbau von Mais verzichten können, da diese Pflanze sehr effizient ist und hohe Energieerträge liefert. Daher besteht dringender Handlungsbedarf für innovative und ökologische Maßnahmen in der Landwirtschaft und im Energiepflanzenanbau. Die Biogasbranche stellt sich dieser Herausforderung mit dem Projekt „Farbe ins Feld“ (FiF). Nach der Aussaat von Mais wurde heute auf einem Energiepflanzenfeld nahe Gronau ein drei Meter breiter Blühstreifen am Feldrand angelegt.

Dr. Claudius da Costa Gomez, Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas, erläuterte die Aktion Farbe ins Feld anlässlich der Pressekonferenz: „Die Bürger sollen Energiepflanzenfelder positiv wahrnehmen.“ Biogas sei ein sympathischer Energieträger, der Häuser mit umweltfreundlicher Energie versorgt, sagte da Costa Gomez. Bastian Olzem äußerte den Wunsch, dass das Projekt bundesweite Nachahmung findet: „Ziel der Aktion „Farbe ins Feld“ ist, in ganz Deutschland ökologisch wirksame und gut sichtbare Blühstreifen zu verbreiten.“

Thomas Graner vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) begrüßte die Initiative des Fachverbandes, die die Behörde gerne kritisch-konstruktiv begleiten möchte. Das FiF-Projekt dürfe nicht als kosmetische Maßnahme verstanden werden, so Graner, „ein bisschen Farbe im Feld ist nicht genug“. Weitere sinnvolle Maßnahmen im Sinne des BfN sind die Anlage von Hecken, die Erweiterung der Fruchtfolge sowie die Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln.

Auch Dr. Rainer Joosten vom NRW-Umweltministerium zeigte seine Verbundenheit und verwies auf die Förderung von Blühstreifen, die das Land NRW seit Jahresbeginn bietet. Der Landwirt erhält für einen Hektar Blühstreifen jährlich 950 Euro vom Land. Laut Joosten stehen in dem Programm Haushaltsmittel für eine Fläche von 1.000 Hektar zur Verfügung. Interessierte Landwirte können die Fördergelder bei den zuständigen Landwirtschaftsämtern beantragen.

Biogas in Bauernhand, FH Steinfurt, 29.4.2010

Fh

Am Donnerstag abend luden der Fachverband Biogas e.V. zusammen mit der Firma PlanET Biogastechnik GmbH und der Fachhochschule Münster in Steinfurt zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Biogas in Veredelungsregionen sinnvoll integrieren“ ein. Hier diskutierten die Verbandsvertreter Dr. Claudius da Costa Gomez und Bastian Olzem mit MdB Johannes Röring (CDU, selbst Biogasanlagenbetreiber), Prof. Dr. Christof Wetter (Dekan des Fachbereichs Energie, Gebäude, Umwelt der FH Münster) sowie Hendrik Becker (Geschäftsführer PlanET).

Prof. Wetter zeigte anhand einer Studie, dass es im Kreis Steinfurt noch Möglichkeiten gebe, neue Biogasanlagen zu errichten. Allerdings müssen beim weiteren Ausbau besonders die vorhandenen Nährstoffmengen aus der Tierhaltung berücksichtigt werden, um Fehlentwicklungen zu vermeiden. Hierfür eignen sich laut Anlagenhersteller Hendrik Becker insbesondere kleinere Hof-Biogasanlagen (50 kW), die ausschließlich mit der anfallenden Gülle betrieben werden, d.h. fast ohne den Einsatz von Energiepflanzen. Hauptvorteil der Güllevergärung ist die Reduktion von klimaschädlichen Emissionen, die sonst bei der Ausbringung von Gülle entstehen.

Landwirtschaftsexperte Röring sieht den Güllebonus im Erneuerbaren-Energien-Gesetz positiv. Für ihn ist er ein echter Emissionsminderungsbonus. Röring würde den Mindestanteil der zu vergärenden Güllemenge von heute 30 auf mindestens 50 Prozent erhöhen. Um die Debatte über die Konkurrenz zwischen klassischer Agrarproduktion und Biogaserzeugung zu verhindern, empfahl er die Effizienzsteigerung der Biogasproduktion: „Wir müssen vor allem beim Anbau der Energiepflanzen auf dem Acker effizienter werden“, sagte MdB Röring. „In Veredlungsregionen wie bei uns muss Biogas Probleme lösen und nicht neue schaffen.“

Verbands-Geschäftsführer da Costa Gomez forderte den Politiker zu einem eindeutigen Bekenntnis pro Biogas auf: „Als einer der wenigen Biogasanlagenbetreiber im Bundestag müssen Sie sich dafür einsetzen, dass unsere Landwirte Geld mit Biogas verdienen können und die Wertschöpfung hier nicht verloren geht.“ Schon heute ist Biogas ein wichtiges Standbein für die Landwirtschaft. Zudem stärkt es die regionale Wirtschaft und schafft jährlich fast 2.000 neue Arbeitsplätze.

Empfang auf Schloss Wissen, 29.4.2010

schloss

Freiherr Raffael von Loe das Tourteam des Fachverbandes Biogas e.V. auf der Biogasanlage von Schloss Wissen (bei Weeze). Weitere Gäste waren MdB Barbara Hendricks (SPD), MdL Norbert Killewald (SPD), MdL Rainer Priggen (Bündnis 90/Die Grünen), Landtagskandidatin Margret Voßeler (CDU) und Landtagskandidat Stephan Haupt (FDP) sowie Hans-Hugo Papen, Vorsitzender im Umweltausschuss des Regionalrates (CDU) und der Weezener Bürgermeister Ulrich Francken.

Freiherr von Loe forderte von den anwesenden Politikern bessere Rahmenbedingungen für das Repowering und die damit verbundene Steigerung der elektrischen Leistung von Biogasanlagen. „Entscheidend ist hier die Ausgestaltung des Landesentwicklungsplans, da dieser die Entwicklung beim Repowering blockiert." MdL Rainer Priggen wies auf die unterschiedliche Genehmigungspraxis für Biogasanlagen in den Behörden hin: „Es kann nicht sein, dass einige Investoren innerhalb von acht Wochen und andere erst nach zwei Jahren die Genehmigung erhalten. Nach dem 9. Mai müssen wir dieses Problem anfassen.“

Bürgermeister Ulrich Francken zeigte viel Sympathie für Biogas. Zugleich mahnte er eine standortangepasste Biogasproduktion an, die sich in die gewachsenen örtlichen Strukturen einfügt. Dem schloss sich Bastian Olzem vom Fachverband Biogas an: „Hofangepasste Biogasanlagen sind eine der Kernforderungen unseres Verbandes. Während unserer Biogas-Tour haben wir bereits eine Reihe solcher Anlagen besichtigt, die vor allem durch ihre innovative Wärmenutzungskonzepte überzeugten.“

Parlamentarischer Abend "Erneuerbares Energieland NRW", 28.4.2010

Düsseldorf

Ein Höhepunkt der Biogas-Tour durch Nordrhein-Westfalen war der Parlamentarische Abend des Fachverbandes Biogas e.V. im Düsseldorfer Malkasten. Unter dem Titel „Erneuerbares Energieland NRW“ diskutierte der Fachverband mit Landtagsabgeordneten aus NRW über den Status quo der Erneuerbaren Energien und deren künftigen Ausbau. Zu den Podiumsteilnehmern zählten MdL Dr. Jens Petersen (CDU), MdL Norbert Römer (SPD, stv. Fraktionsvorsitzender), MdL Holger Ellerbrock (FDP, umweltpolitischer Sprecher) sowie Landtagskandidatin Wibke Brems (Bündnis 90/Die Grünen), Andreas Düser (Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien, LAG EE) und Dr. Claudius da Costa Gomez (Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas). Moderiert wurde die Veranstaltung, zu der der Fachverband in Kooperation mit dem Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) e.V. und dem LAG EE eingeladen hatte, vom Fachjournalisten und Buchautor Dierk Jensen aus Hamburg.

Im Einführungsvortrag sprach sich Michael Geßner, Abteilungsleiter Energie, Klimaschutz und Bergbau des NRW-Wirtschaftsministeriums, für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung in NRW und Deutschland aus. Anschließend machte Björn Klusmann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energien deutlich, dass eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken sowie der Bau neuer Kohlekraftwerke mit dem Ziel des vorrangigen Ausbaus Erneuerbarer Energien nicht vereinbar sei.

Die Podiumsdiskussion war eine Standortbestimmung in Sachen Energiepolitik im Vorfeld der NRW-Landtagswahl. Erwartungsgemäß beharrten die Vertreter der schwarz-gelben Regierungskoalition – MdL Petersen und MdL Ellerbrock - auf der Fortführung ihres bisherigen Kurses, der auf der Kohle-Verstromung beruht. Gegenüber den Erneuerbaren Energien – vor allem der Windenergie – war eine eher ablehnende bzw. indifferente Haltung zu erkennen. Diese kritisierten MdL Römer und Landtagskandidatin Brems mit Nachdruck. „NRW liegt im Vergleich der Bundesländer bei den Erneuerbaren Energien mittlerweile nur noch auf Platz 12 und zählt somit zu den Schlusslichtern“, beschrieb MdL Römer den dramatischen Absturz in den vergangenen fünf Jahren.

Claudius da Costa Gomez forderte klare und verlässliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Erneuerbaren Energien und Biogasnutzung in NRW. Denn nur so kann das traditionelle Energieland seinen Rückstand bei der Produktion von umweltfreundlicher Energie aufholen. Eine wichtige Rolle kommt hier der Einführung eines Erneuerbaren Gas-Einspeisegesetzes (EGE) zu: „Ein solches Gesetz ist dringend notwendig, um den Zugang ins Erdgasnetz für die Produzenten von Biogas zu erleichtern.“

Biogasanlage Königs & Nellen in Neuss, 28.4.2010

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Herbert Königs, einer der beiden Anlagenbetreiber, konnte zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft willkommen heißen, u.a. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadtwerke Neuss und Landtagskandidaten Dr. Jörg Geerlings (CDU). Ferner den Stadtverordneten Roland Kehl (Bündnis90/Die Grünen) und Cornelia Reuther von der Energieagentur NRW.

Die Biogasanlage Königs & Nellen wurde in Zusammenarbeit mit der Firma PlanET Biogastechnik GmbH 2007 realisiert. Seit 2010 ist am Standort eine Gasaufbereitungsanlage nach dem Aminwaschverfahren in die Biogasanlage integriert. Mit Hilfe der Aminwäsche wird das Biogas auf Erdgasqualität aufbereitet und danach in das Erdgasnetz eingespeist. Das Gas wird dann in ein Gewerbegebiet geleitet, in dem es ein Industriekunde nutzt und dadurch 1.300 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr einspart. Auch die Abwärme der Aminwäsche wird vor Ort genutzt. Zwei Wohnhäuser der Betreiber und die Biogasanlage selbst werden damit beheizt. „Unsere Biogasanlage erreicht auf diese Weise ganzjährig einen Wärmenutzungsgrad von über 80 Prozent“, erläuterte Herbert Königs.

Dr. Claudius da Costa Gomez lobte das vorbildliche Einspeisekonzept und die Kooperation der Betreiber Königs & Nellen mit den Neusser Stadtwerken.

Landtagskandidat Dr. Jörg Geerlings sicherte den Initiatoren der Biogas-Tour seine politische Unterstützung zu: „Die Gesetze für Erneuerbare Energien werden zwar im Bund gemacht, können aber durch die Länder – d.h. über den Bundesrat - durchaus beeinflusst werden.“

Biogasanlage in Euskirchen, 27.4.2010

in Euskirchen

Die Biogasanlage der Schornbuscher Biokraft GmbH wurde 2004 als Pilotprojekt in NRW gebaut. „Wir speisen den gewonnenen Strom ins Netz der Köln-Rhein-Energie ein, die als Kooperationspartner an dieser Biogasanlage beteiligt ist“, erklärte Betreiber Rainer von Meer. „Mit der entstehenden Wärme versorgen wir die umliegenden sechs landwirtschaftlichen Betriebe und Wohnhäuser sowohl über eine Wärme- als auch eine Roh-Biogas-Leitung.“ Darüber hinaus wird ein Teil der Wärme zur Trocknung von Holz und Stroh verwendet. Auf diese Weise werden rund 80 Prozent der Abwärme der Biogasanlage genutzt.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Aufstellung der neuen Biogas-Schilder, mit welchen die Öffentlichkeit über die Erzeugung von Biogas und seine Vorteile informiert werden soll. Zudem wurde ein großflächiger Banner mit dem Slogan "Diese Biogasanlage liefert Energie und schützt das Klima" präsentiert.

Betreiber Rainer von Meer begrüßte zum Tourempfang die Landtagsabgeordnete Ilka Freifrau von Boeselager (CDU), Sabine Conrad, Vertreterin des Kreises Euskirchen, sowie die Kreistagsabgeordneten Manfred Schmitz (CDU) und Clas Kohlheyer (CDU).

Mit dem Velomobil durch NRW

Start

Bei strahlendem Sonnenschein startete heute die Biogas-Tour des Fachverbandes Biogas e. V. auf dem Bonner Münsterplatz. Vom 27. April bis 1. Mai 2010 fährt der Fachverband mit seinem knallgelben Velomobil durch NRW, um Politik, Wirtschaft und Bürger über die vielfältigen Vorzüge der Biogasnutzung zu informieren.

Ein besonderes Augenmerk der Tour gilt der hohen Effizienz von Biogasanlagen. Durch die Kombination von Stromerzeugung und lokalen Wärmekonzepten kann ein hoher Teil der erzeugten Energie genutzt werden. Beispielhaft zeigen dies die während der Tour besuchten Biogasanlagen in Euskirchen, Neuss, Schloss Wissen sowie in Sunderhook, wo eine Bio-Molkerei über eine lokale Wärmeleitung mit Energie versorgt wird.

Ausgewählte Statements vom Münsterplatz:

MdB Ulrich Kelber (SPD): „Biogas kann’s – aber die Politik muss es auch möglich machen. Vom Potenzial her könnte und müsste Nordrhein-Westfalen im Ranking der Bundesländer weiter vorne liegen.“

MdB Dr. Michael Paul (CDU): „Ziel der Bundesregierung ist es, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Biogas kann helfen, diese Marke zu erreichen.“

MdB Katja Dörner (Bündnis90/Die Grünen): „Wir sind an der Seite der Menschen, die auf die Energieerzeugung aus Biogas setzen. Ein Politwechsel am 9. Mai wird für einen Sog der Erneuerbaren Energien bei uns sorgen.“

Benedikt Hauser (Landtagskandidat, Stadtrat Bonn, CDU): „Wir müssen landesplanerische Möglichkeiten schaffen, die den Bau von Biogasanlagen stärker fördern.“

Bürgermeister Horst Naaß (SPD, Stadt Bonn): „Die Stadt Bonn hat das Feld für Erneuerbare Energien gut bestellt. Bonn war neben Aachen und Freiburg eine der ersten Städte, die eine Kosten deckende Vergütung für Erneuerbare Energien gewährt haben. Seit 2009 bieten die Stadtwerke ein Erdgas-Biomethan-Produkt für Privatkunden an.“

Pressekonferenz zum Tourstart, 27.4.2010

Pressekonferenz

„Wir wollen den Menschen in Nordrhein-Westfalen zeigen, was Biogas kann“, erläutert Dr. Claudius da Costa Gomez, Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas, das Tourkonzept anlässlich der Pressekonferenz. Das Multitalent kann für die Strom- und Wärmeversorgung, zur Einspeisung in Erdgasnetze und auch für den Antrieb von Fahrzeugen genutzt werden. Biogas schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum.

„Das einstige Energieland Nordrhein-Westfalen hat hier noch großen Nachholbedarf“, betont Claudius da Costa Gomez. Derzeit liegt NRW im Bundesvergleich bei der Nutzung von Erneuerbaren Energien nur auf Platz 12. Die Biogas-Tour soll dazu beitragen, die Potenziale von Erneuerbaren Energien in NRW bekannt zu machen und vor allem die Erschließung von Biogas anzuregen.

In Deutschland deckt Biogas schon heute zehn Prozent des Stromverbrauchs aller Haushalte. Laut Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes Biogas, hat die Biogas-Branche bundesweit mittlerweile 16.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen. „Biogas wird immer mehr zu einem wichtigen Standbein für die Landwirtschaft und sichert das Überleben der landwirtschaftlichen Betriebe. Gerade im drittgrößten deutschen Agrarland NRW sollten Landwirte diese Chance nutzen“, forderte Josef Pellmeyer. Zudem trägt die Biogas-Nutzung zu einer Reduktion der Treibhausemissionen bei: im Jahr 2009 waren das rund zehn Millionen Tonnen CO2.

Biogas-Tour