26.8. Willkommen in Bad Königshofen

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Kurzauftritt der Biogas Tour in Bad Königshofen. Die kleine Kurstadt an der fränkischen Saale liegt im Grabfeld zu Füßen der Haßberge und ist umgeben von den Naturparks Rhön und Thüringer Wald. Referent – und zurzeit auch Fahrer des Tourbusses – David Wilken rangierte den „BiBu“ gekonnt auf den kleinen Marktplatz zwischen Bratwurststand und bunten Blumenkübeln. Den Busführerschein konnte Wilken und vier weitere KollegInnen extra für die Tour auf Kosten des Fachverbandes machen. Bereits beim Aufbau der Infomaterialen kamen Bewohner des beschaulichen Ortes vorbei.

Der energiepolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Hans-Josef Fell, hatte das Biogas Team nach Unterfranken eingeladen. Gemeinsam mit den Fachverband-Mitarbeitern und Matthias Klöffel, Geschäftsführer der Bioenergie Bad Königshofen, sprach Fell mit der Presse und Interessierten über Biogas. Fell betonte, dass Biogas sich den ökologischen Gegebenheiten anpassen müsse, und plädierte für eine Veränderung des EEG. Als Beispiel nannte er eine neue Kategorisierung von Kleegras, „damit die Bauern auch Kleegras anbauen können und es sich für diese auch lohnt. Wir müssen wegkommen von den üblichen Pflanzen. Blühpflanzen sind Bienenpflanzen, Mais aber nicht.“

Matthias Klöffel, der auch als Kreisobmann des Bauernverbandes Bad Neustadt tätig ist, stellte klar, dass in der Region die Fruchtfolge eingehalten wird. „Hier in der Gegend werden nur 7 Prozent Mais angebaut, dafür aber fünfzig Prozent Weizen. Wir versuchen mit verschiedenen Pflanzen dies aufzubrechen. Der Mais passt gut in die Fruchtfolge.“ Er mahnte aber auch, dass man den Mais nicht verteufeln solle. „Mais ist als Nahrungs-und Futtermittel weltweit sehr wichtig. Das darf man nicht vergessen.“ Von der Biogas Tour zeigte sich Klöffel begeistert: „Es muss auf Biogas aufmerksam gemacht werden. Der Fachverband Biogas macht hier eine gute Arbeit und beweist mit dem Bus, wie man Biogas auch für die Mobilität nutzen kann.“