26.7. – Politikerstimmen aus Kassel

Zahlreiche Politiker aus Kassel und Umgebung kamen zum Info- und Pressetermin der Biogas Tour. Einen Eindruck der Diskussion vermitteln die folgenden Statements. 

MdL Helmut von Zech (FDP)

aha

„Die Energiewende ist ein Erfolgsmodel und muss nach Fukushima weiter neu gestaltet werden. Dabei ist es wichtig, dass deutsche Ingenieurkunst zur Anwendung Erneuerbarer Energien in die Welt getragen wird."

MdL Marjana Schott (Linke)

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„Wir brauchen Erneuerbare Energien, denn so wie bisher können wir nicht weiter machen. Dabei ergeben sich besonders auch beim Biogas sehr interessante regionale Möglichkeiten."

Eva Koch, Stadtrat Kassel (Grüne)

as

„Die Grünen sind natürlich für eine konsequente Umsetzung der Energiewende. Gerade in Nordhessen gibt es einige Initiativen zur Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien, die sehr unterstützenswert sind und bei denen Biogas eine besondere Rolle spielen kann. Bei der Energiepflanzennutzung setze ich mich besonders dafür ein, dass auch alternative Energiepflanzen wie Kleegras verstärkt genutzt werden."

MdL Timon Gremmels (SPD)

ada

„Für die 100 %ige Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien brauchen wir alle Formen der Erneuerbaren Energien. Der Vollkosten-Vergleich Erneuerbare Energien zu konventionellen und insbesondere Atomenergie zeigt immer wieder, dass die Erneuerbaren die günstigere Alternative sind. In der Gaseinspeisung sehe ich besondere Chancen für die Biogasnutzung, weil hier die Infrastruktur des Gasnetzes sinnvoll genutzt werden kann, um auch bedarfsgerecht Strom und Wärme bereitzustellen. Insgesamt ist die Energiewende ohne Alternative."

Dr. Norbert Wett, Bundestagskandidat (CDU)

ass

„Die Energiewende läuft sehr gut nach Plan und muss so fortgesetzt werden, dass es weiterhin einen geregelten Ausbau von Bioenergie geben wird. Ganz wichtig ist, dass der Bestandsschutz für getätigte Investitionen gesichert bleibt."

MdL Dirk Landau (CDU)

aa

„Bei der Energiewende läuft derzeit einiges nicht ganz koordiniert, deshalb sollte es einen nationalen Energieplan geben. Die Energiewende wird nur gelingen, wenn sie in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern geschieht, deshalb müssen diese unbedingt eingebunden werden. Biogas hat Zukunft."

Reinhard Knipker, Geschäftsführer Maschinenring Kassel

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„In den vom Maschinenring Kassel betreuten 140 Anlagen ist nur 45 % des Einsatzstoffes Mais, der Rest sind andere Energiepflanzen, Gülle, Mist und andere Nebenprodukte. 80 Anlagen, die vom MR Kassel betreut werden, sind bereits heute in der Direktvermarktung. Viele von Ihnen stellen schon jetzt um auf die Bereitstellung von Regelenergie - das ist die Zukunft für die Biogasanlagen."

Günther Bott, Anlagenbetreiber

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„Ich betreibe eine Anlage mit einer installierten elektrischen Leistung von 300 kW, habe 22 Haushalte zur Wärmenutzung angeschlossen und damit eine sehr hohe Akzeptanz in der Bevölkerung erreicht. Neben Mais baue ich auch Zuckerrüben an und setze auch Wildpflanzenmischungen ein. Damit die Energiewende weiterhin erfolgreich ist, brauchen wir klare Strukturen, die Investitionen in die Erneuerbaren und in Biogas ermöglichen."

Bernd Weiß, Betreibersprecher im Fachverband Biogas

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„Ich bin Biogaspionier in Hessen, habe bereits 1995 meine Anlage errichtet und auch viel Lehrgeld gezahlt. Für Biogasanlagenbetreiber ist die Investition in eine Biogasanlage oft eine Lebensentscheidung, da viel Geld investiert wird und man in der Regel mit Haus und Hof dafür haftet. Deshalb brauchen wir Investitionssicherheit - vor allen Dingen auch für Bestandsanlagen. Diskussionen um eine sogenannte „Strompreisbremse“ sind völlig unnütz und kontraproduktiv.