4.7., Biogas-Statements aus Cochem

In Brachtendorf (unweit des Moselortes Cochem) trafen wir auf Vertreter aus Politik, Biogas-Branche und Vereinen. 

Wie halten Sie es mit dem Thema Biogas?

Nicole Jobelius-Schausten, unser-klima-cochem-zell e.V.

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„Wir unterstützen das Projekt „Energie pflanzen“ sehr gerne. Unser Verein hat Schubkarren gespendet, damit die Kinder ihre Energiepflanzen, wenn sie fertig sind, auch zur Verwertung bringen können. Toll, dass die Kinder so früh in Berührung mit dem Thema erneuerbare Energie kommen. Der Bus ist eine super Sache - wie kindgerecht hier den Kleinen das Thema Biogas erklärt wird, klasse.“

Hans-Jürgen Sehn, Erste Kreisbeigeordneter Cochem, CDU

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„Biomasse ist ein Multitalent: sie kann für unseren Strom, unsere Wärme und unsere Mobilität sorgen. Sie ist ein knappes Gut, dass wir effizient verwenden müssen, um die Nutzungskonkurrenz landwirtschaftlicher Fläche zu minimieren. Das Besondere an der Biogasanlage von Stefan Bleser hier in Brachtendorf ist, dass sie hauptsächlich mit Reststoffen betrieben wird. Bereits solch eine Minianlage bietet Strom für ungefähr 170 Drei-Personen Haushalte.“ 

Dipl.-Ing. agr. Frauke Möller, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

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„Ich bin zufällig zum Thema Biogas gekommen, aber ich freue mich, dass ich mich in meiner Doktorarbeit damit intensiv auseinander setzen kann. Biogas ist eines der innovativsten und interessantesten Felder im Bereich der erneuerbaren Energien.“

Dr. Stefan Rauh, Geschäftsführer Fachverband Biogas e.V.

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„Wir brauchen erneuerbare Energieträger für eine Energiewende. Durch die Biogasanlagen in Deutschland können heute bereits 3 mittelgroße AKWs ersetzt werden. Das heißt auch, dass bereits 6,5 Millionen Haushalte Strom aus Biogas beziehen können. Das Gute an Biogas ist auch, dass es immer einsetzbar ist. Fernsehen möchte man ja auch schauen können, wenn der Wind nicht weht und wenn die Sonne nicht scheint! Biogas als Ausgleichsträger ist deshalb unabdingbar und ist die Zukunft der Stabilität des Energiesystems."

Stefan Bleser, Biogas-Anlagenbetreiber

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„Ich bin sehr zufrieden mit meinem „Güll-E-Werk“. Der große Vorteil an einem Blockheizkraftwerk ist vor allem, dass es den ganzen Tag Wärme abgeben kann. Also, wir haben es mit unserer Fußbodenheizung im Winter immer warm.“

Markus Wenske, agriKomp, Vertrieb Biogasanlagen

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„Kleinanlagen wie die von Herrn Bleser sind vor allem für die variable Stromversorgung in Zukunft wichtig. Wir sehen da großes Potential. Hoffentlich geht das neue EEG in diese Richtung."